den Kuchen bei Oma jeder kannte,
auch den Kartoffelsalat von der Tante,
am Sportplatz war man immer gerne,
hörte Glocken der Kirche aus der Ferne,
als Kind konnte man durch Wald gehen,
viele Tiere auf der Weide grasen sehen,
sich mit Freunden beim Eiscafe getroffen,
das Dorffest war schön und fűr alle offen,
die Schule brachte Tipps für das Leben,
Zukunft war bereit, die Träume zu geben
es war ein kleines Nest zum verweilen,
nannte es Heimat und wollte es teilen,
die Ersten kamen aus Angst vor Krieg,
blieben dann aber auch nach dem Sieg,
Andere waren auf der Flucht vor der Not,
wollten nur überleben, nicht in den Tod,
die Gruppen anfangs noch sehr klein,
doch bald wollte jeder in das Dorf hinein,
so kamen immer mehr Menschen dazu,
Gedanken nicht mehr frei, Kritik nun Tabu,
Regeln wurden nicht mehr eingehalten,
die Gäste das Dorf langsam umgestalten,
die Sprachen verstehen sich nicht mehr,
viele wollen der Vergangenheit Wiederkehr
das Lachen auf den Straßen verstummt,
Gegner mit lautem Protest und vermummt,
die Bilder des Tages unwirklich scheinen,
Alte über den Verlust der Heimat weinen,
kein gutes Ende zu sehen, nur Verdruss,
mit schöner Zeit und Heimat ist Schluss..
W.Kuhse ©2026